Dating statt Learning: Speeddating „Berufe live“ an der HBG

Beim Speeddating den passenden Ausbildungsplatz finden: Diese Möglichkeit boten am vergangenen Donnerstag insgesamt 21  Unternehmen und Betriebe aus der Region den mehr als 300 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 bis 10. Im bewährten Kleingruppen-Format kamen die Jugendlichen in kurzen  Gesprächsrunden direkt mit den Unternehmensvertreterinnen und -vertretern in Kontakt. Dabei erhielten sie kompakte  Einblicke in verschiedene Berufsfelder, Ausbildungsberufe,  Studien- und Karrierewege und konnten gezielt Fragen stellen.

Vertreten waren wieder Betriebe aus Handwerk, Industrie, Dienstleistung und Verwaltung. Neben Informationen zu  Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Für viele Schülerinnen und Schüler bot der Berufspraxistag eine wertvolle Unterstützung bei der Berufswahlorientierung und die Möglichkeit, sich ein  Praktikum oder die Chance auf einen Ausbildungsplatz im  direkten Gespräch zu sichern.

Mit der nunmehr fünften Durchführung hat sich „Berufe live“ als fester Bestandteil der Studien- und Berufswahlorientierung an der Mertener  Gesamtschule etabliert und stärkt nachhaltig die  Zusammenarbeit zwischen Schule und regionaler Wirtschaft.
Besonders begeisterten die Unternehmen, in denen die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen durften: Das  Eisenwerk Brühl zeigte am Beispiel eines kleinen Gussofens, wie vor Ort Werkstoffe verarbeitet werden. Zuckerbäcker-Fans  verzierten bei der Backmanufaktur Nelles ihr individuelles Törtchen und das Phantasialand führte die Jugendlichen in die Kunst des Serviettenfaltens für die professionelle Gastronomie ein. Bei den GFO-Kliniken aus Brühl und Bonn ließen sich Herztöne abhören und die Teupe Holding gab erste Einblicke in den Gerüstbau. Porta aus dem Bornheimer Gewerbegebiet brachte einen Ausbildungstruck mit, um Einrichtungsgestaltung unter Anleitung von Azubis für Schülerinnen und Schüler sichtbar zu machen. Lina präsentierte stolz ihr gesägtes Werkstück: „So etwas haben wir auch im Technikunterricht schon gemacht. Ich könnte mir eine Ausbildung im Handwerk sehr gut vorstellen“.
Rheingas, Autohaus Thomas, die Griesemann Gruppe für den Anlagenbau und Summira Metallbau zeigten technisch interessierten Jugendlichen, welche Themen die neuen Azubis
erwarten und Lyondell Basell bot Chemie-Fans eine berufliche Perspektive inklusive Studium. Die Stadtverwaltung Bornheim lud zu einem „Runden Ausbildungstisch“ ein. Die Kreisparkasse Köln, die  Finanzverwaltung NRW, die Debeka aus Bornheim, das Polizeipräsidium und die Berufsfeuerwehr Bonn nutzten 2026 ebenfalls wieder die Plattform des Speeddatings, um den Nachwuchs von morgen zu erreichen. Erstmals mit dabei war das Team von „Küchen Aktuell“, die sich über das persönliche Interesse der Jugendlichen am Ausbildungsberuf als  Küchenplaner freuten.

Auch der „Markt der Möglichkeiten“ kam gut an, bei dem die Jugendlichen ganz ohne Voranmeldung spontan Institutionen und Betriebe besuchten und individuelle Fragen stellten. Sandra Leis, Ausbildungsverantwortliche bei DM: „Für viele Schülerinnen und Schülern war der Beruf des „Drogisten“ und die damit verbundenen beruflichen Perspektiven ganz neu“. Hier konnte ich im persönlichen Gespräch wertvolle Informationen geben“.

Berufspraxistage, wie „HBGB-Berufe live“ und Berufsfelderkundungen sind Teil des Konzeptes zur Studien- und Berufswahlorientierung der NRW-Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“, welche Schülerinnen und Schüler von Jahrgang 8 frühestmöglich an die Berufs- und Arbeitswelt heranführen möchte.
Ziel ist, dass die Jugendlichen am Ende der 10. Klasse eine individuelle und kompetente Berufswahlentscheidung treffen.